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Exzerpt: Projekt Präsenz (PDF)

 

 


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Informationen:

Reformierte Kirche
Bern-Jura-Solothurn
Gemeindedienste und Bildung
Schwarztorstrasse 20
Postfach 6051
3001 Bern
Tel: 031 385 16 16
Fax: 031 385 16 20

Grusswort des Synodalrats

Junge Erwachsene (16 – 25 Jahre) leben in für sie neuen Situationen: Bekannte Bindungen verlieren ihre Bedeutung (Schule und Freundschaften, Ablösung aus Herkunftsfamilie), viele müssen sich in neue Lebenssituationen begeben (Arbeitswelt, Umzug wegen Berufswahl, neue Freundeskreise aufbauen). Dass das auch mit Schwierigkeiten verbunden ist, zeigt als Symptom die steigende Anzahl von Lehrabbrüchen.

Eine reformierte Kirche, die die Jugend ernst nimmt, muss sich in diesen unübersichtlichen Zeiten anbieten, Gelegenheiten schaffen in denen sie nah am Leben der Jungen präsent ist und ihnen zeigen, dass sich diese Kirche für sie interessiert und sie in dieser Kirche willkommen sind.

Mit dem „projekt präsenz“ wollen die Reformierten Kirchen Bern – Jura – Solothurn Erfahrungen sammeln, wie diese Gelegenheiten im Kontext der Berufs- Mittel- und Fachhochschulen geschaffen werden können, so dass alle Beteiligten (Schulen, Lernende, Kirche) profitieren können.

Auch wenn Berufs- und Mittelschulen nur ein Ausschnitt der Lebenswelt von jungen Erwachsenen sind, so bilden sie doch einen wichtigen Pfeiler, an denen sich das Leben der jungen Erwachsenen kristallisiert, wo sie in einer echten Breite erreicht werden können.

Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern – Jura – Solothurn wünscht allen Beteiligten bereichernde Momente und viel Erfolg und sieht den sich ergebenden Resultaten mit Spannung entgegen.

Stefan Ramseier, Synodalrat

Bericht '06

Die Wintersynode 2005 erteilte dem Bereich GDB den Auftrag, kirchliche Wege an Berufs- Mittel- und Fachhochschulen zu erproben. 34'000 Lernende an Berufsfachschulen, 6'000 an Gymnasien, 4'000 an Fachhochschulen. Verteilt auf 41 Standorte.
Das Bild des Aufgabenfeldes für das projekt präsenz ist fast so vielfältig wie das der kirchlichen Strukturen innerhalb der Refbejuso. Deswegen hat das Projektteam von der Synode von Anfang an den Auftrag bekommen, diese Wege nicht flächendeckend zu gestalten, sondern projektartig Erfahrungen zu sammeln, wie eine geeignete Präsenz an den verschiedenen Schulen aussehen kann.
Und so haben wir das Umfeld der Schulen analysiert, Experten für geeignete Zugangsmöglichkeiten befragt, Schulen besucht, eine Begleitgruppe mit hochkarätiger Besetzung aufgebaut, Projektideen entwickelt, Grundlagen erarbeitet, eine Homepage aufgebaut. Alle Aufgaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wurden jeweils zusammen mit Jungen Erwachsenen in der Ausbildung bearbeitet.

Die Projektideen reichen von kurzen Inputs innerhalb des Unterrichts (Ethikmodule, Forumtheater zur Überwindung von Gewalt) bis hin zu mehrtägigen oder sogar ausbildungsbegleitenden Angeboten (Filmprojekt zu Integrationsthema für Ausbildungsabschluss, Begleitung der Jugendlichen bei Schwierigkeiten während der Ausbildung, Sozialprojekten). Die Schulen sind immer eingeladen, mit uns zusammen die konkreten Projekte aus dem gewählten Themenbereich passend für ihre Schule zu erarbeiten. Inzwischen hat das Projektteam Boden unter den Füssen gefunden.

3 Berufsfachschulen haben den Gewinn der Zusammenarbeit für sich und die Lernenden erkannt und haben sich zu einer Kooperation mit dem projekt präsenz entschieden, 4 sind noch am Überlegen. Die Gymnasien in der Stadt Bern sind informiert und prüfen die Möglichkeiten in ihren Institutionen. Eine Strategie für den Zugang zu einzelnen Fachhochschulen wird entwickelt.
Ungezählte Telefonate, Briefe, Mails, Besprechungen, Projektvorstellungen haben sich gelohnt. Und bereits eine wichtige erste Erkenntnis erbracht: Die Schulen stecken in einer dauernden und im Moment besonders grossen Umbruchssituation. Sie warten nicht auf ein kirchliches Angebot.
Aber wenn sowohl die Schulen, die Lernenden als auch die Kirchen davon profitieren können – dann kann es zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit kommen.