385 Lernende des ersten Lehrjahres
am BBZ Biel besuchten ende Oktober 2008 einen der sechs Projekt-Halbtage
zum Thema
Interkulturalität
Jeder Mensch bringt seine eigene(n) Kultur(en) mit. Die Herkunftsfamilie,
der Freundeskreis und die ganz eigene Art prägen die persönliche
Kultur. Beim Zusammenspiel der verschiedenen Kulturen kann beobachtet
werden: Einige Kulturen mögen sich/verstehen sich, andere stossen
sich ab, sind sich fremd, verstehen sich nicht, reiben sich und bekämpfen
sich manchmal heftig. Ein gelingendes Zusammenspiel der Kulturen setzt
ein Wahrnehmen und Verstehen der verschiedenen Kulturen - auch
der eigenen - voraus. Es gilt auszuhalten, dass die Andere/der Andere
eben ein wenig anders ist als ich - und trotzdem sind wir beide o.k..
Die eigenen kulturellen Prägungen wahrnehmen und die der anderen
verstehen lernen, waren Ziele der Workshops zu folgenden Themen:
Rollenbilder mit Noël Tshibangu von der Aidshilfe
Schweiz oder Evelyne Grieb, offene Jugendarbeit der Stadt Bern
Zusammenleben der Kulturen mit Ronald Dedrick, Jugendarbeiter
Umgang mit Autoritäten mit Qazim Hajzeraj, Jugendarbeit
Bern-West
Gewalt überwinden mit Mexhit Ademi oder Azad Süsem,
Jugendarbeitender Sozialraum Bern-West
Selbstwert erkennen - worauf bin ich stolz mit Madleina Brunner,
NCBI
Nähe und Distanz am Arbeitsplatz - Flirt oder sexuelle Belästigung mit
Christiane Weinand, Mira
Am Schluss der Veranstaltung konnten die teilnehmenden Lernenden des
BBZ Biel sich in einer soziometrischen Anlage zur Frage positionieren,
ob der Halbtag für sie Hilfreich gewesen sei. Die durchwegs positiven
Bilder und die Äusserungen dazu deuten darauf hin, dass die Umsetzung
der Intentionen der Lehrpersonen in Zusammenarbeit mit dem Team projekt
präsenz gelungen ist. Einen wichtigen Teil am Erfolg trugen
die Referenten der Workshops bei. Dabei ist zu beachten, dass einige
der Referenten persönlich eine gelingende Migration aufzeigen
konnten und so für viele Lernende attraktive Ansprechpartner waren.
Aus jedem Workshop der sechs Halbtage wurden Kern-Sätze vorgetragen,
diese wurden im Nachgang der Veranstaltung zu einer gemeinsamen Charta
verarbeitet.
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