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PROJEKTWOCHE IN SAMADEN -  Zusammenleben der Kulturen - Bericht von Daniel Kurt

Seit Jahren reisen die Schreinerlehrlinge vom 2.Lehrjahr für eine Woche ins Engadin, nach Samedan, um dort Projekte aller Arten zu erarbeiten. Dieses Jahr gingen sie mit dem Ziel, Projekte über das Thema "Zusammenleben der Kulturen" zu erschaffen.

Am Montagmorgen des 8.10.2008 ging es los, die Schüler trafen sich am Bahnhof in Langenthal, einige mit mehr, andere mit weniger Gepäck, um gemeinsam mit dem Zug, ins weit entfernte Engadin zu reisen. Nach langem Sitzen, waren alle froh, endlich in Samedan angekommen zu sein. Vom Bahnhof in Samedan, lief die Bande von rund 30 Schülern, zu ihrem Haus, das für die nächste Woche ihr Zuhause war. Nach dem ersten feinen Mittagessen der extra angereisten Köche wurden die Zimmer bezogen und am Nachmittag begannen die Schüler bereits mit ihren Projektarbeiten. Einige blieben im Haus und arbeiten mit dem Material, das sie bereits hatten. Die anderen gingen hinaus, um Passanten zu befragen oder machten sich auf den Weg, um Interviews mit Personen zu machen, mit denen sie bereits von der Berufsfachschule aus abgemacht hatten. Bei einigen war sogar eine Kamera dabei.
Nach erledigter Arbeit gab es am Abend noch einige Inputs und Diskussionen zum Thema, dann gingen die meisten müde und erschöpft ins Bett.
Am Dienstagmorgen ging es gleich weiter, alle machten sich motiviert an ihre Projektarbeit. Auch am Nachmittag arbeiteten alle konzentriert weiter. Die Ersten begannen auch schon damit, ihre Filmaufnahmen zu bearbeiten. Das Bearbeiten der Aufnahmen war für die meisten absolutes Neuland und dadurch eine äusserst interessante Erfahrung.

Am Abend gingen alle gemeinsam in die riesige Turnhalle von Samedan. Alle freuten sich auf das Austoben beim gemeinsamen Sport. Nach einem kurzen Aufwärmen ging das Spielen los. Die Fussballbegeisterten spielten Fussball und die anderen Unihockey. Bei den Fussballern galt A- Klasse gegen B- Klasse, ein hart umkämpftes Duell. Dieser Kampf ums Gewinnen führte auch zu einigen leichteren Verletzungen. Auch bei den Unihockeyanern waren die Spiele hart umkämpft. Nach zwei Runden entschied man sich noch für eine Runde Basketball, bei dem die grossen Spieler mehr Vorteile hatten. Nach diesem anstrengenden Abend war man froh um ein gemütliches Bett.
Mittwochmorgens hiess es für die Schreinerlehrlinge, ab auf das Postauto Richtung St. Moritz und noch weiter bis zur Corvatsch-Bergbahn. Mit dieser Bahn fuhren sie dann auf nahezu 3000 m.ü.M. Es war kühl und einige spürten noch stark die Sportstunde vom Dienstagabend in den Beinen, als die Wanderung Richtung Tal begann. Nach Betrachten und Bestaunen des Gletschers und einigen Minuten des Wanderns, assen die jungen Leute genussvoll ihr " Znüni", das sie sich am Morgen selber zusammenstellen durften. Mühsame Stunden später kamen alle geschafft und erschöpft wieder am Busbahnhof an.
Wieder in Samedan angekommen ging es direkt und ohne Halt weiter zur Schreiner- Lehrwerkstätte, in der die Schreiner eine äusserst interessante Führung erleben durften. Viele konnten nur staunen, wie gross und wie modern eingerichtet die Lehrwerkstätte war! Manche sahen auch zum ersten Mal eine CNC-Maschine im Einsatz. Mit den letzten Kräften kämpften sich alle von der Lehrwerkstätte zum Haus. Dort erwartete sie wieder einmal ein genussvolles Nachtessen. Am
Donnerstagmorgen wurde wieder an der Projektarbeit gearbeitet: letzte Interviews machen, Informationen sammeln und letzte Fotos schiessen, alle Informationen bündeln, das Wichtigste hinaus- filtern und zu einer interessanten Präsentation vorbereiten. Den ganzen Tag gaben alle alles.
Am Freitagmorgen wurden noch die letzten Arbeiten behandelt und auf CD kopiert. Dann musste das Haus geputzt und aufgeräumt und der pingeligen Abwartin abgeben werden. Aber alles lief glatt und man wurde pünktlich fertig. Das letzte Mittagessen konnte auf der sonnigen Terrasse genossen werden  und dann wurde Richtung Bahnhof Samedan gepilgert. Die letzten Fotos wurden geschossen und dann ging es mit dem Zug wieder Richtung Heimat. In Langenthal angekommen verabschiedeten sich alle und jeder ging wieder seine eigenen Wege.

Kommentar von Daniel Kurth
Es war eine gut gelungene Woche, die wir Schreinerlehrlinge erleben durften. Sie wird uns wohl das Leben lang in Erinnerung bleiben. Abgeschlossen wird die Projektwoche aber erst, wenn die einzelnen Gruppen ihre Arbeiten in den beiden Klassen präsentiert haben. Interessante Einblicke in das "Zusammenleben der Kulturen" ist garantiert".

   
Schreinerleringe filmen im Engadin


Die Schreinerlehrlinge des 2. Lehrjahres der GIBLA waren vom 17. – 21. September im Engadin in der Projektwoche.

Schreineklasse auf der Fuorcla Surlej, im Hintergrund das Berninamassiv

dkl. Als das erste Mal das Thema der Projektwoche preisgegeben wurde, wussten die meisten Schreinerlehrlinge nicht, was sie damit anfangen sollten - Ethik in verschiedenen Berufsfeldern -. Der Begriff Ethik war keinesfalls neu für die Schüler, aber was er genau bedeutet, konnten nur wenige erklären.

 

Einladung zur    Filmpremiere:

22. April 2008
19.30 Uhr

Flyer hier!

Die Vorbereitungen liefen viele Wochen vor der Projektwoche an. Das Ziel war, 5 verschiedene Berufleute über ethischen Fragen zu interviewen, das Ganze zu filmen und zu einem Video zusammen zu schneiden.
Dies war nicht nur für die Schüler Neuland, auch für die Lehrer – Hansruedi Zöllig und Manfred Ryf - war es etwas komplett Neues. Videotechnisch bekam die Klasse Unterstützung von Filippo Lubiato, ein Berufskameramann des Schweizer Fernsehens.
Dank ihm wussten die Schreiner später wie man mit einer Kamera umgeht und auf was man genau achten muss bei einem Interview.

Manuel Münch, der als dritte Leiterperson in der Projektwoche war, unterstützte die Klasse zum Thema Ethik. Münch ist Lehrer und Jugendarbeiter. Er ist im Team des „Projekt Präsenz“ und hat schon an diversen Schulen Projekte durchgeführt.

Von den 5 Kamerateams sollten 5 Berufs-personen - Förster, Nationalparkwächter, Bergführer, Sozialdienstangestellte und Hoteldirektorin - interviewt werden. Die Gruppen erarbeiteten ethische Fragen, die zum jeweiligen Berufsfeld passen.

Am Montag, 17. 09.07, war es dann soweit. Am Bahnhof Langenthal stieg man in den Zug Richtung Samedan. Nachdem sich dort alle eingerichtet hatten, konnte die Arbeit beginnen. Bis am Abend wurde organisiert und geplant. Die Zugverbindungen für den Dienstag, den Filmtag, wurden herausgesucht, die Kameras wurden getestet, der Tagesplan wurde erstellt…

Der Regen machte aber dann am Dienstag einigen Gruppen einen Strich durch die Rech-nung. Sie konnten kaum gute Aufnahmen filmen, einer Gruppe stieg gar die Kamera aus.
Während sich dann am Mittwoch einige Gruppen bereits der Weiterverarbeitung des Videos widmeten, machten sich die anderen nochmals auf den Weg zum Filmen. Am Abend war dann aber das Ziel für alle Gruppen erreicht. Die Videosequenzen wurden alle in den Computer eingegeben. Dieser Erfolg wurde später von fast allen Schülern im Nachtleben von Samedan richtig gefeiert.
Der Donnerstag, der sich von der schönsten Seite zeigte, wurde für die Wanderung genutzt. Die Corvatschbahn brachte die Projektgruppen auf die Mittelstation des Piz Corvatsch, von diesem Ausgangspunkt ging es auf die Fuorcla Surlej.
Ziel der Wanderung war Pontresina, Von dort ging es gemeinsam mit dem Postauto nach Samedan, wo sich alle die Schreinerlehr-werkstätte anschauten.
Am Freitag verabschiedete sich die Gruppe von den Schneebergen und reiste Richtung Langen thal heim.

Die Projektwoche war in den Augen der Lehrlinge ein grosser Erfolg! Es werden nicht nur spannende Filme entstehen, nein der Klassenzusammenhalt wurde durch die gemeinsame Woche sehr gefördert.

David Kurth.

   

PROJEKTWOCHE IN SAMADEN 2007

Filmen und interviewen, statt hobeln und schrauben

Langenthal - Die Schreiner-klasse BS2 reiste letzten Montag, 17. September 07, nach Samaden und verbrachte eine Woche beim Filmen und Interviewen verschiedener Berufe. Das Thema der Projektwoche war Ethik und Beruf.
Montagmorgen, 17. September 2007, 07.20 Uhr: Vor dem Bahnhofkiosk in Langenthal bildete sich, unter all den gestressten Leuten, die auf den Zug eilten oder am Kiosk noch schnell ein Päckli Zigaretten kaufen wollten, eine immer grösser werdende Gruppe. Es war die Schreinerklasse BS2, die sich hier versammelte.
Um 7.30 Uhr war die Klasse von den Lehrern Herr M. Ryf und Herr H.R. Zöllig vollzählig. Sie konnten nun den Zug in Richtung Zürich besteigen. Die Fahrt führte über Zürich nach Chur. Ab Chur fuhr der Zug durch die wunderschöne Engadiner Landschaft, die wohl den meisten Schreinerlehrlingen nicht bekannt war. Gegen  den Mittag war die Klasse an ihrem Ziel, Samaden, angelangt. Im Ferienhaus der Stadt Lenzburg wurden sie nach der langen Zugfahrt mit einer schmackhaften Berner Platte zum Mittagessen begrüsst. Einige Chefs der Lernenden hatten vor der Projektwoche das Gefühl, dass ihre Lehrlinge in ein Ferienlager ins Engadin fahren würden. Das Programm bewies das Gegenteil, denn schon am Montagnachmittag, nach der ermüdenden Reise, wurde hart gearbeitet. Das Filmen und Interviewen, das schon viele Wochen vor der Projektwoche geübt wurde, musste nun zum letzten Mal durchgecheckt und vorbereitet werden.

 

Interviews
Der nächste Tag war der Dienstag, der wohl wichtigste Tag der ganzen Woche. Die vier eingeübten Teams mussten heute ihr Können unter Beweis stellen. Jede Gruppe musste ihre, vor der Projektwoche zugeteilte, Berufsgattung interviewen. Die einen interviewten eine Hoteldirektorin, die anderen einen Nationalparkwächter, eine Gruppe traf sich mit einem Förster, eine weitere sogar mit einem Bergführer und noch eine andere Gruppe war bei einer Sozialdienstangestellten zu Besuch. Am Abend kamen jedenfalls alle mehr oder weniger heil nach Hause. Einige Gruppen waren bis auf die Unterwäsche durchnässt, wegen des schlechten Wetters.
Nach dem Nachtessen war noch nicht Feierabend. Es wurde noch an dem am Tag aufgenommenen Filmmaterial gearbeitet.
An einigen Abenden wurde auch über ethische Themen gesprochen, was zu interessanten Diskussionen führte. Ausgang gab  es erst ab 21.30 Uhr.
Am Mittwoch hatte jede Gruppe noch einmal Zeit zu ihrem Filmort des Vortages zu reisen, um nochmals zu filmen, was am Dienstag nicht gefilmt werden konnte. Es musste aber auch ein Drehbuch erstellt sein und das Filmmaterial mit Herrn M. Münch, dem Filmprojektverantwortlichen, auf dem Laptop abgespeichert werden. Die Arbeit am Computer erforderte viele Nerven. Zum Teil wurde bis spät in den Abend hinein am Laptop gesessen.

Die Wanderung
Am Donnerstag war Wandern angesagt. Mit dem Postauto ging die Reise bis nach Surlej. In Surlej stieg die ganze Klasse in die Corvatsch-Gondelbahn um und in der Mittelstation wieder aus. Bevor die Wanderung losging, erklärte, der in den Bergen gewandte Lehrer Herr M. Ryf, wie sich alle verhalten müssen. Die Wanderung führte vorerst auf die Fuorcla Surlej. In einer wunderschönen Bergkulisse mit Aussicht auf die höchsten Berge des Engadins, konnte sich die Klasse ausruhen. Herr H.R. Zöllig, der Fachkundelehrer, der in St. Moritz aufgewachsen ist, konnte der Klasse jeden einzelnen Berg mit Namen nennen. Mit Ausblick auf  den wunderschönen Rosegggletscher  ging die Wanderung  durch das Roseggtal in Pontresina zu Ende.
Nach der Wanderung besuchte die Klasse noch die Schreiner-Lehrwerkstätte in Samaden, was für die Schreinerlehrlinge sehr interessant und eindrücklich war.
Der letzte Tag wurde noch genutzt, um das Lagerhaus zu reinigen, sodass die Schreinerklasse am Mittag wieder nach Langenthal in den gewohnten Arbeitsalltag zurückkehren konnte.
Jason Niederhauser, BS 2