Name: Severin Fischer Ausbildung/Beruf: Ausbildungsort: Benteli Hallwag Druck AG Lehrjahr: 4. Lehrjahr Berufsschule: Schule für Gestaltung in Bern |
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Berufsbildung
Zurzeit durchlaufe ich die Ausbildung zum Polygrafen mit gestalterischer Berufsmaturität. Danach würde ich gerne Visuelle Kommunikation studieren. Für mich ist es immer wichtig, dass mein Traumberuf etwas mit Gestalten zu tun hat. Einen Traumberuf allein gibt es meiner Meinung nach nicht. Wünsche und Bedürfnisse ändern sich laufend und es entstehen andauernd neue Berufe. Wichtig ist, dass man eine gute Grundausbildung hat, auf die man aufbauen kann. Aus diesem Grund entschied ich mich für die Polygrafen-Lehre. Dieser Beruf ist sehr breit gefächert und man wird im Bereich der Medien professionell ausgebildet – beste Voraussetzungen für das geplante Studium. Ich kann mir aber auch vorstellen, im erlernten Beruf weiterzufahren und irgendwann selbständig zu arbeiten.
Berufsschule
Ich fühle mich sehr wohl in der Berufsschule. Wir sind eine gute Klasse
und die Lehrer sind in Ordnung. Unsere Klasse besteht aus 11 Frauen und 12
Männern. Die wichtigsten Fächer sind Typografie (alles was mit
Schrift zu tun hat) und Lithografie (alles im Zusammenhang mit Bildern).
Der Unterricht wird zu ca. 80 Prozent von Theorie dominiert, für praktische
Aufgaben bleiben leider nur rund 20 Prozent übrig.
In unserem Beruf muss man sich oft mit der persönlichen Identität
auseinandersetzen. Gerade beim Gestalten ist es enorm wichtig, dass man die
eigenen Ideen umsetzt und auch dahinter stehen kann. Im visuellen Bereich
gibt es keine „richtige“ Lösung. Jeder bestimmt alleine,
was für ihn richtig ist und dies kann niemand verneinen. Ethische oder
spirituelle Fragen tauchen oft bei Projektarbeiten (Plakatgestaltung etc.)
auf und jeder kann seine Meinung in gestalterischer Form frei umsetzen.
Unterstützung bei Stellensuche / Schulschwierigkeiten
Durch einen Kollegen, der Grafiker ist, bin ich auf
meine Lehrstelle aufmerksam geworden. Ich hatte viel Glück und fand rasch einen guten Ausbildungsplatz.
Mit vier bis sechs Bewerbungen liege ich deutlich unter dem Durchschnitt,
deshalb spreche ich von viel Glück.
Zu meinem Lehrmeister habe ich ein gutes Verhältnis. Er ist sehr hilfsbereit
und hat einen guten Draht zu jungen Leuten.
Einfluss Kirche / Familie / andere Institutionen
Bei meiner Stellensuche unterstützten mich insbesondere meine Eltern
und das BIZ (Berufsinformationszentrum). Die Kirche hingegen hatte keinen
Einfluss, ich bin nicht gläubig. Ich denke, dass man früher bei
Arbeits- und Schulfragen nicht stärker unterstützt wurde. Wir haben
heute ein gutes System, man muss es bloss nutzen.
Ich wünsche mir, dass man den Jungen Leuten Zeit lässt, sich zu
verwirklichen und gerade in der Ausbildung Druck von ihnen nimmt. Erreicht
werden kann das nur, wenn nicht in immer kürzerer Zeit immer mehr Wissen
und Können erwartet wird.



