Name: Bruno Jost Ausbildung/Beruf: Ausbildungsort: Lehrjahr: 2. Lehrjahr Berufsschule: Uzwil (SG) |
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Berufsbildung
Müller ist überhaupt nicht mein Traumberuf. Ich wäre gerne
Motorradmechaniker geworden. Vielleicht werde ich diesen Beruf später
zu meinem Hobby machen, aber eine zweite Lehre möchte ich nach Abschluss
der Ausbildung zum Müller nicht mehr beginnen.
Ich denke, dass viele Jugendliche betreffend Berufswahl heute wählerischer
sind als früher. Berufe, die nicht so gefragt sind, werden nicht mehr
gewählt. Die Tendenz steigt, immer weniger zu arbeiten und mehr Lohn
beziehen zu wollen. Früher waren die Ansprüche weniger hoch.
Berufsschule
In der Berufsschule fühle ich mich gut aufgehoben. Vier Mal pro Jahr
besuche ich während zwei bis drei Wochen die Berufsschule in Uzwil (SG),
wo alle Müller aus der Deutschschweiz unterrichtet werden. Insgesamt
sind wir 20 Schüler, drei davon sind Frauen. Der Kontakt unter den Lehrlingen
ist gut, da wir während der Berufsschule oft über die Unterrichtszeit
hinaus zusammen sind. Wir übernachten nämlich in Uzwil. Zu unserem
Klassenlehrer und den drei anderen Lehrern habe ich eine gute Beziehung.
Die wichtigsten Fächer an unserer Schule sind Warenkunde, Maschinenkunde,
Fachrechnen und Verfahrenstechnik. Der Unterricht ist vorwiegend theoretisch,
praktisch angelegt sind einzig die Firmenbesuche, welche ab und zu auf dem
Programm stehen.
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, ethische sowie spirituelle
Fragen finden in der Schule lediglich durch persönliche Gespräche
mit den Lehrern statt. Wir haben denn auch keinen Ethik- und/oder Religionsunterricht.
Unterstützung bei Stellensuche / Schulschwierigkeiten
Meine Lehrstelle war in der Zeitung ausgeschrieben und meine Eltern haben
mich darauf aufmerksam gemacht. Ich habe mich nur ein einziges Mal beworben,
daher war es für mich nicht schwierig, eine Lehrstelle zu finden.
Den Inhalt und den Stoff der Berufsschule empfinde ich noch nicht als schwierig,
was sich aber im Laufe der Ausbildung ändern könnte. An unserer
Berufsschule gibt es einen Stützkurs, den man bei Bedarf besuchen kann.
Das Angebot habe ich aber bisher nicht genutzt. Bei Fragen und allfälligen
Schwierigkeiten kann ich mich jederzeit an den Lehrer wenden, zudem ist die
Beziehung zu meinem Lehrmeister gut, so dass auch er mich bei Fragen und
Schwierigkeiten unterstützt.
Einfluss Kirche / Familie / andere Institutionen
In der Berufsschule erhielten wir die Adresse eines Sozialarbeiters, den
wir telefonisch erreichen können, falls wir ihn brauchen.
Unterstützung finde ich vor allem bei meinen Eltern und bei meinem Lehrer.
Die Kirche oder mein persönlicher Glaube hatten keinen Einfluss auf
meine Stellenwahl, beziehungsweise Stellensuche.



