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Name: Mirjam Meili

Ausbildung/Beruf: Sozialarbeiterin

Ausbildungsort: Fachhochschule für Sozialarbeit, Bern

Lehrjahr: 7. Semester

Berufsschule: Fachhochschule für Sozialarbeit, Bern

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Berufsbildung

Sozialarbeiterin ist mein absoluter Traumberuf. Nach dem Diplomstudium möchte ich Berufserfahrung sammeln und danach an mein Bachelor-Studium ein Master-Studium anhängen oder mein jetziges Wissen mit dem Einschlagen einer neuen Stu-dienrichtung ergänzen.
Ich denke, früher wurden nicht mehr Traumberufe erlernt. Gerade als Frau hatte man früher viel weniger Wahlmöglichkeiten als heute.

Berufsschule

Ich fühle mich in meiner Schule sehr wohl. Unsere Klasse besteht aus 42 Personen, 4 davon sind Männer. Die Beziehung zu den Dozenten gestaltet sich je nach Unter-richtsform sehr unterschiedlich: In Vorlesungen sind es mehr oberflächliche Bezie-hungen, in Seminaren oder bei Studienreisen gestaltet sich die Kommunikation offe-ner. Man hat dort mehr Raum und Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Generell würde ich sagen, dass zwischen den Studierenden und den Dozierenden eine gegenseitige Ehrfrucht herrscht und es darum geht „lernen zu dürfen“.
Die wichtigsten Fächer an unserer Schule sind Psychologie, Soziologie, Recht und allgemeine Handlungslehre. Die Schule versteht es meiner Meinung nach, eine gute Mischung zwischen theoretischen und praktischen Inhalten zu bieten. Dies zeigt sich exemplarisch an der Zusammenstellung der geforderten Leistungen, wo die Praxis beinahe die Hälfte ausmacht. Die Theorieinhalte werden sehr praxis- und anwen-dungsorientiert unterrichtet.
Mit fortgeschrittenem Studium findet die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und mit ethischen sowie spirituellen Fragen vermehrt Platz in der Ausbildung. Gerade in den Praktika wird die Auseinandersetzung mit (berufs-)ethischen Fragen intensiver und man wird mit der eigenen Identität konfrontiert. Neben den Fächern Berufsethik, Philosophie, Sozialethik und Theologie finden Fragen zu diesen Themen auch Platz in der praktikumsbegleitenden Supervision.

Unterstützung bei Stellensuche / Schulschwierigkeiten

Auf meine Studienrichtung bin ich während des Gymnasiums durch einen Schnup-pernachmittag an einer Fachhochschule für Sozialarbeit aufmerksam geworden. Nach bestandener Aufnahmeprüfung fing ich mein Studium in Bern an. Daneben bewarb ich mich um keine anderen Ausbildungsplätze.
Früher war es etwa gleich schwierig bzw. leicht, eine Lehrstelle oder einen Ausbil-dungsplatz zu finden – auch wenn es nicht immer der Traumausbildungsplatz war.
Zu meinem Praktikumsausbildner pflege ich eine sehr gute Beziehung. Er ist sehr engagiert und darum bemüht, meinen „Wissensdurst“ zu stillen. Er versteht es, meine Privatsphäre zu achten und mich als Person dennoch erst zu nehmen.
Die theoretischen Inhalte des Studiums an der Fachhochschule versuche ich immer wieder in meiner Arbeit in die Praxis umzusetzen. Von meinem Praktikumsausbildner erhalte ich zusätzliche theoretische Ergänzungen auf Uni-Ebene, mit denen ich mich auch gerne auseinander setze.

Einfluss Kirche / Familie / andere Institutionen

Unterstützung in meiner Berufswahl erhielt ich vor allem von meinen Eltern und von einer Freundin. Ich denke, dass der Beruf der Sozialarbeit im kirchlichen Rahmen gut anwendbar ist. Die Kirche oder mein Glaube waren mir bei meiner Ausbildungssuche insofern eine Stütze, als ich bei wichtigen Entscheidungen vorgängig bete und sie meist erst dann umsetze, wenn ich inneren Frieden darüber gefunden habe.
Früher erhielt man wohl mehr oder zumindest andere Unterstützung bei Arbeits- und Schulfragen. Viele Stellen wurden dank Vitamin B besetzt. Wer diese Kontakte hatte, dem fiel es leichter als denjenigen, welche auf sich selber gestellt waren.
Ich wünsche mir generell mehr Unterstützung durch die Bildungspolitik. Kon-kret erhoffe ich mir für mich persönlich, dass die Bildungspolitiker etwas mehr „vorwärts machen“, was den Ausbildungsgang vom „Bachelor“ zum „Master of social work“ betrifft.

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